Energiemanagement bei Planung und Betrieb von Gebäuden

5.2 Grundlagen des Benchmarkings

5.1 Energieverbrauchskontrolle
5.2 Grundlagen des Benchmarkings
5.3 Kennzahlen, Kenngrössen, Kennwerte
5.4 Arten von Benchmarking
5.5 Vorgehen
5.6 Erfolgsfaktoren

Benchmarking ist ein Analyse- und Planungsinstrument, das eine Optimierung von Prozessen, Produkten oder Leistungen erlaubt. Es ist ein Prozess, der Produkte, Methoden, Abläufe oder Strukturen von einem oder mehreren Unternehmen vergleicht und dem Bestwert gegenüberstellt. Der Bestwert bei einem Vergleich wird als Benchmark bezeichnet, er gibt vor, was im optimalen Fall erreichbar ist. Der Benchmark ist also die Zielgrösse oder wörtlich übersetzt die Messlatte, an der man sich orientieren kann. Damit können Rationalisierungspotenziale oder Qualitäts- und Leistungssteigerungspotenziale aufgedeckt werden. Benchmarking verkörpert das Streben nach Bestleistung.

Im Facility Management und in der Immobilienwirtschaft ist Benchmarking eine wichtige Methode, um Prozesse zu bewerten und so Schwachstellen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Daneben können auch Liegenschaften und Mietobjekte sowie Anlagen aufgrund definierter Kriterien verglichen und bewertet werden.

Grundsätzlich muss das Ziel, zu den Besten zu gehören und dazu das Instrument Benchmarking zu nutzen, von der Führungsebene einer Unternehmung vorgegeben werden. Dazu gehört auch die Bereitschaft zu einer gewissen Offenheit und zur Veränderung. Benchmarking kann als ein Teil eines Qualitätsmanagementprozesses verstanden werden.

Die Potenziale von Benchmarking liegen in den unterschiedlichsten Gebieten und bei unterschiedlichsten Prozessen. Insbesondere können folgende Verbesserungen erreicht werden:

  • Höhere Transparenz
  • Unterstützung einer Stärken-Schwächen-Analyse
  • Aufzeigen von Sparpotenzialen
  • Optimierung der Qualität von Leistungen und Produkten
  • Entwicklung von Perspektiven für die laufende Optimierung
  • Bessere Steuerbarkeit von Prozessen
  • Bewertung von Produkten, Projekten und Gebäuden
  • Klare Entscheidungsgrundlagen