Energiemanagement bei Planung und Betrieb von Gebäuden

5.1 Energieverbrauchskontrolle

5.1 Energieverbrauchskontrolle
5.2 Grundlagen des Benchmarkings
5.3 Kennzahlen, Kenngrössen, Kennwerte
5.4 Arten von Benchmarking
5.5 Vorgehen
5.6 Erfolgsfaktoren

Die Aufzeichnung des Energieverbrauches sollte nach Verwendungszweck erfolgen. Dazu ist es notwendig, die Aufteilung des Energieverbrauches nach Verwendungszweck zu kennen. Dies kann beim Stromverbrauch mit Privatzählern erfolgen, beim Wärmeverbrauch mit Wärmezählern. Am idealsten ist es, diese Informationen über das Gebäudeleitsystem oder ein separates Messsystem verfügbar zu haben. Diese Thematik wird im Kapitel «Messkonzepte» vertieft behandelt (siehe Kap. 6.3).

Ein Minimum der Aufteilung könnte sein:

  • Wärmeverbrauch pro Gebäude, separat für Warmwasser und für Grossverbraucher (z.B. Hallenbad). Ideal wäre auch die Erfassung des Wärmeverbrauches für Lüftungsanlagen. Diese Aufteilung kann mit Einschränkungen auch durch Berechnungen und Momentanmessungen erfolgen, wie sie ein fachkundiger Energiespezialist durchführen kann.
  • Stromverbrauch pro Gebäude, separat für Wärmeerzeugung und eventuell Warmwasser, separat für Kälte (teilweise Vorschrift), separat für Lüftung (auch hier Berechnung möglich), separat für Grossverbraucher (Produktion) und Küche

Mit dieser Aufteilung können pro Gebäude die wesentlichen Kennzahlen des Energieverbrauchs gebildet werden.

Je detaillierter der Energieverbrauch aufgeteilt ist, desto eher können Rückschlüsse gezogen und desto besser kann eine Erfolgskontrolle durchgeführt werden. Die aufgezeichneten Verläufe der Kennzahlen zeigen auf, wie sich der Energieverbrauch über die Zeit verändert. Daraus lassen sich Einflüsse erkennen, beispielsweise ob eine neue Einrichtung oder eine Massnahme einen Einfluss auf den Energieverbrauch hat (und welchen) oder nicht. Dies wiederum beeinflusst die Kosten für die Energie.